Happy End 2020 1/1

Biene

Happy End mit Biene von Basti & Jill

 

Nachdem wir nach längerer Überlegung und viele Jahre ohne Haustiere den Entschluss gefasst hatten, eine Katze als drittes Familienmitglied zu integrieren, stellten sich uns die ersten schwierigen Fragen: Tierheim oder Jungkatzen? Eine oder zwei Katzen? Eine Freundin hatte uns auf eine Alternative zum Tierheim aufmerksam gemacht, den Verein Pfotenhelfer e.V..

 

Nachdem auch sie gute Erfahrungen mit ihren Vierbeinern machte, wollten wir uns die Tiere einmal ansehen, für die ihre früheren Herrchen nicht mehr sorgen konnten – zunächst noch mit dem Gedanken, dass zwei jüngere Katzen am besten zu uns passen würden. Das war allerdings bevor wir Biene (zu diesem Zeitpunkt noch Bine ohne E) kennenlernen durften: Eine neunjährige, rote, wuschlige Maine Coone mit putzigen Luchsöhrchen und einer auffälligen Nase.

 

Sie war von ihren Familienmitgliedern getrennt worden, da sie sich alleine deutlich wohler zu fühlen schien. Obwohl uns Bi(e)ne bei unserer ersten Begegnung skeptisch gegenüberstand und sich die meiste Zeit in ihrer schattigen Ecke unter der Treppe versteckt hielt, bekamen wir so ein Gefühl, dass diese Katzendame gut zu uns passen würde. Sie war ruhig, ausgeglichen und hielte sich am liebsten in ihrem Domizil auf (ganz ähnlich zu uns).

 

Irgendwie ließ sie uns nicht mehr los und kurze Zeit darauf stand es dann fest und wir holten Biene zu uns nach Hause. Nun als Biene mit E! Schon auf der Heimfahrt wurden wir mit Bienes wohlklingender Singstimme vertraut gemacht (die sie bis heute sehr häufig einsetzt). Wie die meisten Katzen steckte auch sie nicht gerne in einer kleinen Box, ohne zu wissen, wohin es ging. Vor allem aber wusste sie nicht, ob sie dieses Mal dort bleiben und endlich ankommen könnte.

 

Bei ihrer Befreiung in unserer Wohnung suchte Biene zunächst Zuflucht im Bad, dann in einer Ecke im Schlafzimmer, genau neben ihrem Katzenbettchen. Das sollte sich übrigens bis heute nicht ändern, sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine bodenständige Katze. Trotz der anfänglichen Scheu ließ sie sich allerdings bereits am ersten Abend streicheln und kam in der Nacht sogar zu uns zum Kuscheln! Wir waren mehr als angetan und unglaublich positiv überrascht von ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen. Besonders geholfen hat hier wohl, dass wir ihr Raum gaben und uns haben beschnuppern lassen, ohne Stress.

 

Überhaupt riecht Biene gerne an Dingen, ob es nun Blumen sind, Hände oder getragene Sportschuhe, empfindlich scheint sie nicht zu sein. Besonders gerne schnuppert sie auch an unseren Haaren und Gesichtern, wenn diese sich in Bodennähe befinden. Meist bleibt es nicht beim Schnuppern, Biene macht es viel Freude, uns ab und an eine buchstäbliche Katzenwäsche zu verpassen. Davon abgesehen freut sie sich immer wieder über ihr Fresschen, eine der einzigen Möglichkeiten, sie zum schnelleren Laufen zu bewegen.

 

Trotz des großen Hungers ist sie nicht egoistisch, teilt sie doch ihr Futter nicht zu knapp mit den Matten unter den Futternäpfen (wohl besonders durch ihre fehlenden Zähne). Was sich Biene außerdem früh angewohnt hatte, war, sich während der Nacht zu uns ins Bett hochzuziehen. Das ist ihre Methode, nicht springen, wie man vermuten würde, nein, sie streckt sich, schlägt ihre Krallen ins Bettlaken und zieht sich nach oben, ähnlich wie beim professionellen Bergsteigen an felsigen Steilwänden. Während der ersten Wochen hielt sie uns damit ganz schön auf Trab, denn Biene blieb dann nicht einfach ruhig neben uns liegen und schlief.

 

Vielmehr setzte sie ihre Bergwanderung fort, nur waren wir in diesem Fall die Berge. Die Krallen gaben ihr dabei Halt, für uns war die Sache erst mal weniger angenehm. Wir wussten natürlich, dass sie es nicht so meinte. Sie hatte sich eben noch nicht an unseren Rhythmus angepasst und regelmäßig lag sie dann in unseren Armen oder auf uns. Dabei ging sie wiederum einer ihrer weiteren Lieblingsbeschäftigungen nach: Treteln. Auch hier mit ausgefahrenen Krallen - sehr liebenswert und schmerzhaft zugleich.

 

Ein erster Tierarztbesuch zum Krallenschneiden half hier aber ungemein. Und selbst dort stellte sie sich sehr gut an! Bienes größte Angst war vielleicht eher, dass sie nach der Fahrt wieder woanders landet und ihr neues Zuhause schon wieder verlassen müsste. Aber zum Glück ist dem nicht so, sie bleibt bei uns, gewöhnt sich weiter an uns und bereitet uns unheimlich viel Freude. Die Königin des Hauses und als einziges Tier im Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein gefällt ihr dem Anschein nach auch am besten. Biene hat uns noch nie angefaucht, gebissen oder böse gekratzt. Sie ist sehr aufmerksam und gerne bei allem dabei, was wir Zuhause so erleben. Wir wissen heute, dass wir mit ihr eine gute Entscheidung getroffen haben und sind uns ziemlich sicher, dass sie das auch so sieht.

 

Wir möchten nur dazu anhalten, auch älteren Katzen eine Chance zu geben. Bienes Dankbarkeit ist eines der schönsten Geschenke, das wir täglich erleben dürfen. 

Lotti alias Charlotta

Liebe Pfotenhelfer,
ich wollte mich mal bei euch bedanken. Nachdem ihr euch so lieb um mich gekümmert habt, als mein erstes Herrchen gestorben ist, habt ihr mich fast ein Jahr gepflegt und aufgepäppelt. Nun habe ich endlich eine neue Familie gefunden. Hier nennt man mich immer bei meinem Spitznamen Lotti. Ich finde, das klingt jung und frech. Ganz so, wie ich mich fühle zum Beispiel wenn ich z.B. wiedermal den Frühstückstisch stürme.
 
Man macht hier zwar immer Witze, dass ich nun das „Seniorenheim“ erreicht habe (angeblich weil ich 13 Jahre alt bin), aber was gibt es besseres, als zwei Pfleger zu haben... !
Diese waren in der ersten Zeit für mehrere Wochen ganztägig für mich da, sie haben sogar Home-Office wegen mir gemacht (offiziell sagen sie immer irgendwas von Corona), das fand ich gut. Ich musste nur antapsen, mauzen, und schon wurde mit mir geschmust.
Ich habe euch Fotos von meinem Alltag geschickt, einmal seht ihr mich mit der Fernbedienung. Da gucke ich Fußball mit dem Herrchen... ja, es war ein langweiliges Spiel. Auf dem anderen Foto habe ich die Schuhe meines Frauchens entdeckt, nur die Schuhgröße hat nicht gepasst und dann noch ein Foto wo ich im Schlaf bremse, weil ich so rasant unterwegs war.
Was ich sonst so den ganzen Tag mache? Im Wesentlichen schlafe ich. Dann geh ich manchmal auf Entdeckungstour. Teilweise gebe ich mich auch als Hündchen aus, und folge meinen Familienmitgliedern auf Schritt und Tritt. Ich habe das Gefühl, sie denken dann wirklich, dass ich ein Hund bin. Es gibt auf jedenfall extra Streicheleinheiten.
Macht’s gut und danke für alles! Eure Charlotta (jetzt Lotti)

Paddy

Seit einigen Wochen haben wir nun die quirlige Paddy bei uns, und sind sehr froh darüber. Obwohl es anfangs nicht so einfach war wie wir dachten. Wir müssten uns im Oktober nach 17 Jahren von unserer Katze Lucky verabschieden. Und nach einer gewissen Trauer wollten wir aber wieder eine Katze. Aber erst der Pfotenhelfer Verein konnte uns helfen. Nun sind wir froh das dieser süße Stubentiger bei uns wohnt. Jetzt ist wieder mehr Leben in der Bude. Alles ist interessant und wird begutachtet. Sie hat uns schon voll im Griff und bekommt meistens was sie will. Das einzige was noch zum Katzenglück fehlt ist der Freigang. Aber das kommt auch noch. Derweil muss die sonnige Terrasse herhalten. Von dort kann ja auch wunderbar die Vögel und Bienen beobachten. Und das keine Langeweile aufkommt gibt es ja Zweibeiner die sich darum kümmern. Und zur Entspannung gibt es ja außer den zwei Kratzbäumen noch ein Katzensofa im Kinderzimmer. Dort gibt es auch noch gratis Streicheleinheiten. 

Vielen Dank an das ganze Team und der Katzenmutti. Ihr macht das super. Liebe Grüße, Sabine