Artgerechte Beschäftigung

Hunde brauchen nicht nur ausreichend Bewegung, sondern auch eine regelmäßige sinnvolle Unterhaltung und Beschäftigung ist wichtig. Unser Hund ist ein Produkt seiner Umwelt, dies zu mindestens 70%. Der Rest ist ererbte Veranlagung, die selbst wiederum höchst unterschiedlich ausfallen kann.

 

Die rassetypischen Verhaltensbesonderheiten sind dabei zu beachten. Durch die sorglose Nichtbeachtung rassespezifischer Verhaltensweisen entstehen die größten Probleme. Der Terrier, der Nachbars Katze „totschüttelt“; der Border Collie, der die Fliegen an der Wand hütet; der Spitz, der dem Postboten eindeutig klar legt, wessen Revier das ist.

 ... oder wie eine unserer ehrenamtlichen Helferinnen immer sagt:

"Hunde, die nicht beschäftigt werden, suchen sich ihre Beschäftigung"
(BaLu)

In jedem siebten Haushalt in Deutschland lebt ein Hund. Früher wurden Hunde als Jagdhelfer, Hüte- oder Wachhunde gehalten.
Heute hingegen haben die Hunde meist keine echte Aufgabe mehr. Sie sind in erster Linie Sozialpartner des Menschen.

 

Wir verlangen von unseren Hunden, sich möglichst reibungslos in unseren Alltag einzufügen. Sie sollen freundlich zu Mensch und Tier sein, sich in der Öffentlichkeit gut benehmen. Auch soll unser Einfluss auf sie möglichst nicht bereits mit dem Ableinen enden. Oft sind es Missverständnisse und mangelnde Klarheit in der Mensch-Hund-Kommunikation, Probleme durch „Vermenschlichung“ des Hundes oder schlicht fehlende Grenzen bei der Erziehung.

"Von einem Hund zu verlangen, er müsse lernen, wie ein Mensch,
in unserer Gesellschaft zu leben, hieße seine Natur zu missachten.
Um ihm gerecht zu werden, müssen vielmehr wir lernen,
mit ihm wie ein Wolf im Rudel zu leben:
Dabei werden seine Grenzen erst durch
unsere Einsicht in sein Wesen erweitert "
(Dr. Erik Zimen)